Dr. Hans Joachim Wolf
Facharzt f. Gynäkologie & Geburtshilfe
Facharzt f. Histologie & Embryologie

Valiergasse 62
A-6020 Innsbruck
Tel +43 512 353534

Margherita Wolf
Hebamme

 
 

 

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SCHWANGERSCHAFTSDIABETES (GDM)

In der Schwangerschaft kommt es häufig zu einer Umstellung des mütterlichen Stoffwechsels mit gestörter Glucosetoleranz. Diese Veränderung (Gestationsdiabetes, GDM) führt zu erheblichen Komplikationen bei Mutter und Kind. Schwangere Frauen haben dabei ein erhöhtes Risiko für Harnwegsinfekte, Bluthochdruck sowie Präeklamsie/Eklampsie. Bei den Kindern beobachtet man meist eine gestörte Gewichtsentwicklung, Frühgeburtlichkeit sowie Anpassungsprobleme und Atemnotsyndrom nach der Geburt. Unbehandelte schwere Fälle können zu intrauterinem Fruchttod (IUFT) führen. Etwa 30% aller IUFT treten als Folge eines unerkannten GDM auf. Bei erkanntem und behandeltem GDM gleicht sich das Risiko für Mutter und Kind dem stoffwechselgesunder Frauen an.
Die Häufigkeit von GDM wird auf 3-5% aller Schwangerschaften geschätzt, jedoch werden nur etwa 10% davon erkannt.
Entsprechend den Empfehlungen einschlägiger Fachgesellschaften wird in unserer Ordination bei jeder schwangeren Frau zwischen der 24. und 28. SSW ein oraler Glucosetoleranztest (OGTT) durchgeführt, bei Hochrisikopatientinnen bereits früher.
Bei diesem Test wird nach Bestimmung des Nüchternblutzuckers eine konzentrierte Zuckerlösung rasch getrunken, anschließend nach 1 und 2 Stunden nochmals der Blutzucker bestimmt. Bei Überschreiten der Grenzwerte kann eine entsprechende Diätberatung oder eine Insulintherapie eingeleitet werden.
Durch unser Vorgehen soll die Häufigkeit unerkannter Fälle von Gestationsdiabetes mit den damit verbundenen Komplikationen für Mutter und Kind deutlich gesenkt werden.